Universität

Geschichtliches
Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität wurde am 18. Oktober 1818 von König Friedrich Wilhelm III. gegründet, der die Rheinlande ab 1815 als einen Teil Preußens regierte. Vorläuferin der heutigen Bonner Universität war die 1777 vom letzten in Bonn residierenden Kölner Fürstbischof Max Friedrich von Königsegg errichtete Akademie, die im Jahr 1786 unter Fürstbischof Max Franz von Habsburg zur Universität erhoben wurde. Schon ein Jahrzehnt später fiel sie den Folgen der politischen Umwälzung zum Opfer, die die französische Revolution ausgelöst hatte. Die neu gegründete Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität entstand im Geiste der von Wilhelm von Humboldt geprägten preußischen Kulturpolitik. Idealismus und Aufklärung bestimmten jene Epoche, die auch die Universität in Berlin (1809) und Breslau (1811) hervorbrachte. Die "alma mater" am Rhein konnte sich aufgrund dieses offenen Zeitgeistes schnell entfalten, ihr Ruf zog so bedeutende Männer an wie August Wilhelm Schlegel, Ernst Moritz Arndt, Barthold Georg Niebuhr, Friedrich August Kekulé, Johannes Müller, Friedrich Argelander und Heinrich Hertz.

Fakultäten
Von Anfang an gab es in Bonn neben der Juristischen, Medizinischen und Philosophischen Fakultät zwei Theologische Fakultäten. Aus der Philosophischen Fakultät wurde 1928 die Staatswissenschaftliche Sektion in die Juristische Fakultät eingegliedert. 1936 spaltete sich die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Sektion als eigene Fakultät ab. Die ehemalige Landwirtschaftliche Hochschule in Bonn-Poppelsdorf, die 1847 als Landwirtschaftliche Lehranstalt gegründet worden war, wurde 1934 der Universität angegliedert und bildet heute deren Landwirtschaftliche Fakultät. 1980 wurde die Abteilung Bonn der Pädagogischen Hochschule Rheinland als Pädagogische Fakultät eingegliedert, doch wurden die Studiengänge dieser Fakultät inzwischen eingestellt.

Gegenwart
Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn gehört mit 38.000 Studenten zu den großen Universitäten Deutschlands. Rund 3.600 ausländische Studenten aus über 130 Ländern der Erde und eine große Anzahl ausländischer Gastdozenten, darunter jährlich über 100 Humboldt-Stipendiaten, geben dem Lehr- und Forschungsbetrieb eine internationale Prägung. Das wissenschaftliche Ansehen der Bonner Universität wird bestimmt von den Leistungen ihrer rund 550 Professoren, 2.500 wissenschaftlichen und 4.700 nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern.